Dealflow durch Community: So nutzt dein Gründerduo DACH-Events smart
Startup-Events, Meetups und Online-Communities können für dein Gründerduo Gold wert sein – oder komplette Zeitverschwendung. Dieser Guide zeigt dir, wie du im DACH-Ökosystem strategisch netzwerkst, relevante Kontakte filterst und aus Events echten Dealflow machst – von Co-Founder-Matches über erste Kunden bis hin zu Investoren.
Vasper Team
19. März 2026
Dealflow durch Community: So nutzt dein Gründerduo DACH-Events smart
Wenn du schon ein paar Startup-Events hinter dir hast, kennst du das Gefühl: Du kommst abends nach Hause mit einem Stapel Visitenkarten, zehn neuen LinkedIn-Kontakten – und trotzdem hat sich nichts Relevantes für dein Startup bewegt.
Gerade als frühes Gründerduo ist deine Zeit das knappste Gut. Du kannst es dir nicht leisten, jeden zweiten Abend auf Pitches, Meetups und Afterworks herumzuhängen, nur um am Ende im Smalltalk zu versanden. Gleichzeitig ist klar: Ohne Community, ohne Szene-Anschluss und ohne Netzwerk wird es brutal schwer, gute Co-Founder, erste Kunden oder Investoren zu finden.
In diesem Artikel zeige ich dir, wie du als Gründerduo Startup-Events und Communities im DACH-Raum so nutzt, dass sie konstanten Dealflow erzeugen – also passende Co-Founder, Partner, Kunden, Talente und Investoren. Du lernst:
- Welche Event-Formate sich in welcher Phase wirklich lohnen
- Wie du dich als Gründerduo auf Events vorbereitest (inkl. Rollenverteilung)
- Welche Fragen du stellen musst, um aus Smalltalk echtes Interesse zu machen
- Wie ein Follow-up-System aussieht, das auch neben Job & Produktbau funktioniert
- Wie Plattformen wie Vasper und Offline-Events sich gegenseitig verstärken
Alles aus der Sicht von jemandem, der selbst jahrelang im DACH-Ökosystem unterwegs war – als Gründer, nicht als Event-Veranstalter.
1. Die brutal ehrliche Frage: Warum gehst du überhaupt auf Events?
Viele Gründer laufen mit einem diffusen Ziel durchs Ökosystem: „Netzwerken“, „sichtbar sein“, „mal schauen, wer so da ist“. Das ist die perfekte Vorlage für Zeitverschwendung.
Bevor du dir das nächste Ticket kaufst, beantwortet ihr als Gründerduo eine einfache, harte Frage:
Womit muss ich heute nach Hause gehen, damit sich dieses Event für uns gelohnt hat?
Konkrete Antworten können z.B. sein:
- „Mindestens 3 Gespräche mit potenziellen Beta-Usern aus unserer Zielgruppe führen“
- „Einen klaren Intro-Faden in einen bestimmten VC-Fund bekommen“
- „Zwei ernsthafte Co-Founder-Kandidaten für unser Tech-Setup kennenlernen“
- „Mindestens ein konkretes Angebot für ein Pilotprojekt besprechen“
Alles andere – „Inspiration“, „mal wieder Leute sehen“, „vielleicht ergibt sich was“ – ist Bonus, aber kein Event-Ziel. Wenn du kein klares Ziel formulieren kannst, geh nicht hin oder schalte auf Community-Modus light (z.B. kurz auf ein Meetup, keine großen Erwartungen, kein FOMO).
2. Die wichtigsten Event-Formate im DACH-Raum – und wofür sie wirklich gut sind
Im DACH-Ökosystem gibt es grob vier Event-Typen, die für Gründerduos relevant sind. Der Fehler: Alle gleich zu behandeln. Stattdessen solltest du sie wie einen Funnel betrachten.
2.1 Flagship-Events & Konferenzen (Bits & Pretzels, OMR, Slush/Slush'DACH, Web Summit Rio mit DACH-Delegation)
Große Events sind gut für:
- Top-of-Funnel Sichtbarkeit: Viele Menschen, viele Eindrücke, wenig Tiefe.
- VC & Corporate-Scouting: Viele Investoren sind da, aber überlaufen.
- Markt- und Trendverständnis: Panels, Masterclasses, Side-Events.
Sie sind nicht ideal, um zum ersten Mal ernsthaft Co-Founder-Gespräche zu führen. Dafür ist es zu laut, zu voll, zu flüchtig.
Nutze große Konferenzen so:
- Plane gezielt Side-Events und 1:1-Meetings ein (z.B. über Event-Apps, LinkedIn, Vasper-Kontakte).
- Nutze sie, um bereits bestehende Kontakte zu vertiefen, nicht nur um neue zu jagen.
- Definiere 1–3 Schlüsselleute, die du unbedingt treffen willst, und bereite introspezifisch vor.
2.2 Lokale Meetups & Gründerstammtische (Berlin, München, Wien, Zürich & Co.)
Meetups sind das Arbeitspferd deines Netzwerks – überschaubar, wiederkehrend, nah an der Szene.
Sie sind ideal für:
- Co-Founder-Matching auf Augenhöhe
- erste Beta-User in Nischen-B2B-Communities
- Peer-Feedback zu Pitches, Produktideen und Pricing
Gerade wenn du als Techie sonst nur Recruiter-Pitches hörst, kann ein gut kuratiertes Meetup (z.B. Themen wie „AI & Healthcare“, „No-Code Founders“, „B2B SaaS Munich“) plötzlich Leute anziehen, die eher Mitgründen als Anheuern wollen.
2.3 Accelerator-, Pre-Incubator- & Uni-Programme
Programme an Hubs wie Entrepreneur First, APX, UnternehmerTUM, SpinLab, INiTS oder viele Hochschul-Inkubatoren haben zwei Vorteile:
- Kuratiertes Dealflow-Umfeld: Leute, die ernst meinen und geprüft sind.
- Strukturierte Formate: Co-Founder-Speed-Datings, Matching-Sessions, Mentorengespräche.
Nachteil: Du musst dich bewerben, der Zeitaufwand ist höher, und du committest dich stärker. Wenn du aber ohnehin auf der Suche nach einem Co-Founder bist, können diese Programme Wochen an chaotischem Netzwerken ersetzen.
2.4 Online-Communities & Plattformen
Slack-Communities, Discord-Server, Founder-WhatsApp-Gruppen und Plattformen wie Vasper sind die Brücke zwischen Events.
Sie sind besonders wertvoll für:
- asynchrones Matching (z.B. Techies & Idea Holder aus verschiedenen Städten)
- kontinuierlichen Dealflow statt Event-Spikes
- Follow-up und Vertiefung nach einem ersten Event-Kontakt
Dein Ziel sollte sein, Offline-Kontakte möglichst schnell in einen Online-Kanal mit niedriger Reibung zu überführen – z.B. LinkedIn + Vasper-Match + gemeinsamer Slack- oder Notion-Space.
3. Vorbereitung: So geht ihr als Gründerduo mit Plan auf ein Event
Gute Event-Tage werden nicht auf der Bühne entschieden, sondern in den 60–90 Minuten Vorbereitung davor.
3.1 Klärt eure Rollen: Hunter & Gatherer
Wenn ihr zu zweit unterwegs seid, macht nicht beide alles gleichzeitig. Teilt euch bewusst auf:
- Hunter: aktiv auf Leute zugehen, Gespräche eröffnen, in Sessions Fragen stellen.
- Gatherer: Notizen machen, Kontakte sortieren, Folgeaktionen fixieren.
Der Hunter ist meist der extrovertiertere Part oder die Person, die das Thema vor Ort am besten vertreten kann (z.B. Sales bei B2B). Der Gatherer achtet darauf, dass aus Interaktionen klare nächste Schritte entstehen – sonst verfliegt alles.
Nach ein paar Stunden könnt ihr die Rollen tauschen. Wichtig ist nur, dass nicht beide einfach „treiben“, sondern ihr das Event wie einen Funnel managt.
3.2 15-Sekunden- und 90-Sekunden-Pitch vorbereiten
Gerade auf lauten Events brauchst du zwei klar definierte Pitches:
- 15 Sekunden: Wer bist du, was ist der „Hook“?
- 90 Sekunden: Wer seid ihr als Duo, welches Problem löst ihr, wo steht ihr?
Beispiel 15 Sekunden (für einen technischen Co-Founder):
„Ich bin Lisa, Machine-Learning-Engineer und arbeite mit meinem Co-Founder an einer AI-Lösung, die Handwerker von der Angebots- und Dokumentationshölle befreit. Wir sind gerade in der Beta mit fünf Betrieben.“
Beispiel 90 Sekunden (für das Duo gemeinsam):
„Wir sind Lisa (Tech) und Mehmet (Sales) und bauen eine SaaS-Plattform, die kleinen Handwerksbetrieben 10+ Stunden Papierkram pro Woche spart. Lisa kommt aus der Computer Vision, Mehmet hat zehn Jahre B2B-Vertrieb im Bauumfeld gemacht. Wir haben aktuell fünf zahlende Pilotkunden in Bayern, suchen weitere Beta-Partner und sprechen ab Q3 mit Angels, um das Team zu erweitern.“
Wichtig: Der Pitch sollte gezielt auf das Event-Publikum zugeschnitten sein. Auf einer Climate-Tech-Konferenz betonst du andere Aspekte als auf einem generischen Founder-Meetup.
3.3 Kontakt-Zielgruppen definieren
Schreib dir vor dem Event auf:
- Must-Have-Kontakte: Konkrete Namen oder Rollen (z.B. „Head of XYZ Ventures“, „Gründer von [Startup]“).
- Nice-to-Have-Kontakte: Zielgruppengründer, potenzielle Co-Founder, Senior-Operatoren.
- No-Go-Kontakte: Recruiter, die dich wieder in einen Angestelltenjob ziehen wollen, wenn du klar auf Co-Founder-Suche bist.
Je klarer du weißt, wen du nicht suchst, desto weniger Zeit vergeudest du mit höflichen, aber irrelevanten Gesprächen.
4. Live auf dem Event: Gespräche führen, die zu Deals werden
Der größte Unterschied zwischen „nett netzwerken“ und echtem Dealflow liegt in den Fragen, die du stellst, und in der Klarheit deiner Offers.
4.1 Von Smalltalk zu Signal in 3 Fragen
Statt dich in Belanglosigkeiten festzufahren, führ dein Gegenüber schnell zu Themen, an denen ihr anknüpfen könnt. Eine einfache Frage-Sequenz:
- „Woran arbeitest du gerade?“ – Offen, gibt Kontext.
- „Was ist für dich dieses Jahr das wichtigste Ziel damit?“ – Zeigt Prioritäten.
- „Wo hakt es dabei am meisten?“ – Liefert potenzielle Anknüpfungspunkte.
Je nach Antwort weißt du, ob diese Person für dich eher:
- potenzieller Kunde,
- Co-Founder,
- Investor oder
- Multiplikator (Mentor, Connector, Community-Building)
relevant ist – oder eben nicht.
4.2 Offers statt weichem Interesse formulieren
Viele Gespräche bleiben im „Lass mal in Kontakt bleiben“-Nirvana hängen. Besser: Du machst ein konkretes Mini-Angebot, das die nächste Interaktion klar macht.
Beispiele:
- „Wir suchen gerade 3 weitere Pilotkunden. Hättest du Lust, dass wir in einem 30-Minuten-Call schauen, ob das für deinen Betrieb Sinn macht?“
- „Du meintest, du denkst über einen Tech-Co-Founder nach. Ich baue gerade aktiv Co-Founder-Matches über Vasper auf. Wollen wir nächste Woche 20 Minuten sprechen, welche Profile du suchst?“
- „Deine Portfolio-Companies haben genau unsere Zielgruppe. Ich könnte ein 1-seitiges Summary schicken und du sagst mir, ob sich ein Intro für 1–2 deiner Firmen lohnt.“
Wichtig: Mach es konkret und klein. Kein „lass mal zwei Stunden brainstormen“, sondern „20–30 Minuten mit klarem Outcome“.
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4.3 Wie du als Techie nicht im Recruiting-Funnel landest
Viele Entwickler und Tech-Leads werden auf Events sofort als potenzielle Mitarbeiter wahrgenommen. Wenn du aber Co-Founder statt Angestelltenjob suchst, sag das früh und deutlich.
Ein Satz reicht oft:
„Nur kurz zur Einordnung: Ich suche gerade kein Angestelltenverhältnis, sondern Co-Founder-Setups. Wenn ihr jemanden sucht, der mit euch das Ding mit aufbaut, lasst uns sprechen – aber klassische Rollen nehme ich aktuell nicht an.“
Damit filterst du sofort viele Gespräche raus, die dich sonst Zeit und Fokus kosten würden – und ziehst gleichzeitig die Leute an, die wirklich in Richtung Gründerduo denken.
5. Follow-up: Aus Kontakten werden Co-Founder, Kunden und Investoren
Der größte Hebel liegt selten im Event selbst, sondern in den 7–10 Tagen danach. Ohne System geht der Großteil der Chancen verloren.
5.1 Ein einfaches CRM für frühe Gründerduos
Du brauchst kein Enterprise-Tool. Ein einfaches Notion- oder Airtable-Board reicht, mit Spalten wie:
- Name
- Rolle (Co-Founder / Kunde / Investor / Multiplikator)
- Wie kennengelernt (Event, Meetup, Intro, Vasper)
- Relevanz (A/B/C)
- Nächster Schritt (Call, Demo, Intro, später)
- Deadline für nächsten Touchpoint
Setzt euch als Duo direkt am nächsten Morgen 60–90 Minuten, um alle Kontakte zu sortieren und konkrete Follow-ups festzulegen.
5.2 Follow-up-Vorlagen, die Antworten erzeugen
Gute Follow-ups sind:
- konkret (worüber habt ihr gesprochen?)
- fokussiert (ein klarer nächster Schritt)
- leicht zu beantworten (Ja/Nein oder einfache Terminwahl)
Beispiel für potenzielle Kunden:
Betreff: Handwerk-Automatisierung – Anschluss an unser Gespräch bei [Event]
Hey [Name],
cooles Gespräch gestern bei [Event] – insbesondere dein Punkt zu den 4–5 Stunden Angebots- und Doku-Aufwand pro Woche.
Wie versprochen hier ein 2-Minuten-Video, wie wir das bei einem ähnlichen Betrieb gelöst haben: [Link].
Wenn du magst, können wir nächste Woche in 25 Minuten schauen, ob sich ein Pilot für euch lohnt. Würde dir eher Dienstagvormittag oder Donnerstag später Nachmittag passen?
Viele Grüße
Lisa
Beispiel für potenzielle Co-Founder (z.B. über Vasper + Event):
Hey [Name],
hat Spaß gemacht, gestern auf dem [Meetup/Side-Event] mit dir über [Thema] zu sprechen – besonders deine Sicht auf [konkreter Punkt].
Ich habe das Gefühl, wir ticken ähnlich, was [z.B. Markt, Arbeitsstil, Ambition] angeht. Hättest du Lust, das in einem 30-Minuten-Call mal etwas strukturierter anzuschauen? Ich hätte 3–4 Fragen, wie du dir ein Gründerduo vorstellst, und könnte dir kurz zeigen, woran ich aktuell arbeite.
Hier mein Calendar-Link: [Link]
Wenn du lieber konkrete Zeiten willst: Dienstag 18:00 oder Mittwoch 19:30?Viele Grüße
Mehmet
5.3 Keine Antwort? So trennst du Signale von Ghosting
Wenn nach einem Event niemand antwortet, ist das kein Drama – aber ein Signal. Mach es dir zur Regel:
- Ein Follow-up innerhalb von 24–48 Stunden
- Optional ein letzter Nudge nach 7–10 Tagen
- Danach: Respektvoll abhaken, im CRM auf „Later / Low Priority“ setzen
Damit vermeidest du, dass du mental an Kontakten festhältst, die faktisch nicht bereit sind. Deine Energie gehört den Menschen, die mit dir Momentum aufbauen – nicht denen, die dich in ewigen „Lass mal irgendwann“-Schleifen halten.
6. Community-Strategie: So baust du dir als Duo einen konstanten Dealflow-Kanal
Einzelne Events sind nett, aber was du langfristig willst, ist ein Community-System, das für euch arbeitet – auch wenn ihr gerade tief im Produkt steckt.
6.1 Ein Kern-Ökosystem wählen
Anstatt überall ein bisschen aufzutauchen, wählt ihr 1–2 Kern-Communities, in denen ihr dauerhaft präsent seid. Das können sein:
- Ein bestimmter Standort-Hub (z.B. Factory Berlin, Werk1 München, Impact Hub Zürich, weXelerate Wien)
- Eine vertikale Community (z.B. HealthTech, Climate-Tech, PropTech, FinTech)
- Eine virtuelle Founders-Community (z.B. spezialisierte Slack-Gruppen, Vasper-Matches, private Masterminds)
Dort taucht ihr nicht nur als Besucher auf, sondern als aktive Value-Geber: kurze Lightning-Talks, ehrliche Fail-Stories teilen, Feedback-Runden anbieten.
6.2 Sichtbarkeit als Duo statt als Einzelkämpfer
Viele Gründer treten auf Events komplett getrennt auf – jeder mit eigenem Pitch, eigenem Fokus. Das wirkt auf Investoren und potenzielle Co-Founder oft wie: „Die sind sich selbst noch nicht ganz sicher.“
Ihr verstärkt eure Wirkung massiv, wenn ihr euch bewusst als Duo positioniert:
- Gemeinsame Vorstellung: „Wir sind [Name 1] und [Name 2], zusammen bauen wir …“
- Klarer Kontrast: „Ich mache vor allem [Produkt/Tech], [Name] ist für [Go-to-Market/Business] verantwortlich.“
- Gemeinsame Story: „Wir haben uns über [Plattform/Community z.B. Vasper] kennengelernt und gemerkt, dass …“
Dadurch entsteht das Bild eines komplementären Gründerteams, das weiß, was es tut – ein Faktor, den VCs in DACH-Region laut vielen Erfahrungsberichten fast wichtiger nehmen als die Idee selbst.
6.3 Online & Offline verknüpfen – besonders für Co-Founder-Matching
Der Sweet Spot liegt oft in der Kombination: Du matchst online (z.B. über Vasper), triffst dich dann bewusst auf einem Event, um zu sehen, wie die Person „im echten Leben“ tickt.
Praktischer Ablauf:
- Online-Match: Ihr schreibt euch ein paar Mal, merkt, dass potenziell Fit da ist.
- Remote-Call: 30–45 Minuten, um Vision, Ambition und Basics abzuklopfen.
- Event-Check: Ihr geht zusammen auf ein Meetup oder eine Konferenz und achtet darauf, wie die Person mit anderen interagiert, wie zuverlässig sie Zeitabsprachen einhält, wie sie über frühere Teams spricht.
- Mini-Projekt: Falls es gut passt, plant ihr 2–4 Wochen „Shadow-Founding“ mit klar definierten Tasks.
Events sind dafür ideal, weil sie dir ein Stress-Test-Mini-Labor bieten: leichte Überforderung, viele Reize, spontane Entscheidungen. Du siehst sehr schnell, ob ihr als Duo in solchen Settings funktioniert.
7. Typische Fehler beim Event- und Community-Game – und wie du sie vermeidest
7.1 Event-Sammelwut ohne klare Hypothese
Wenn du auf jedes Event gehst, verwechselst du Aktivität mit Fortschritt. Stell dir vor jedem Ticket die Frage:
„Welche Hypothese testen wir dort – und wie merken wir, ob sie stimmt?“
Beispiele für Hypothesen:
- „Auf diesem Meetup finden wir mindestens 3 Personen aus unserer Zielgruppe.“
- „Dieser Accelerator ist gut, um ernsthafte Co-Founder zu treffen, die Vollzeit gehen wollen.“
- „Dieses Climate-Event gibt uns Zugang zu Impact-Angels im DACH-Raum.“
Nach dem Event prüfst du: Stimmt das? Wenn nein – raus aus dem Kalender für die Zukunft.
7.2 Keine „Exit Criteria“ für Kontakte
Gerade beim Co-Founder-Matching verfallen viele in „Vielleicht“-Beziehungen: Man schreibt ein bisschen, trifft sich halbherzig, aber niemand entscheidet.
Leg dir klare Kriterien fest, ab wann du ein potenzielles Match aktiv loslässt – z.B.:
- Nach 2 abgesagten Calls ohne angebotenen Alternativtermin
- Wenn jemand konsequent nur vage spricht („Vielleicht irgendwann, mal schauen“)
- Wenn nach 4–6 Wochen keine konkrete gemeinsame Aktion stattgefunden hat (Mini-Projekt, Deep Dive, Retreat etc.)
Das gilt für Co-Founder genauso wie für potenzielle Kunden und Investoren. Klarheit spart dir Monate.
7.3 Kein ehrliches Debrief im Gründerduo
Nach Events verfallen viele Gründer wieder in den Alltag – Slack, Mails, Tickets. Damit gehen wertvolle Learnings verloren.
Baut euch ein 30-Minuten-Debrief-Ritual direkt nach oder spätestens am nächsten Morgen:
- Was waren die 3 stärksten Kontakte – und warum?
- Welche Fragen haben bei anderen gut funktioniert?
- Wo haben wir uns verzettelt oder unsicher gewirkt?
- Auf welche 1–2 Events dieses Typs wollen wir wieder – und welche streichen wir?
Diese Retro macht euch von Event zu Event besser – statt einfach nur mehr beschäftigt.
Fazit: Events sind kein Selbstzweck – sie sind dein Dealflow-Motor
Startup-Events und Communities im DACH-Raum können entweder ein riesiger Zeitfresser oder ein massiver Hebel für dein Gründerduo sein. Der Unterschied liegt nicht in der Location, den Sponsoren oder den Drinks – sondern in deiner Strategie:
- Du weißt vor jedem Event, warum du hingehst und was du mitnehmen willst.
- Du nutzt Formate entsprechend ihrer Stärken – Flagship-Events für Sichtbarkeit, Meetups für Tiefe, Programme für strukturierte Matches.
- Du trittst als Duo auf, mit klarer Rollenverteilung und messbaren Zielen.
- Du hast ein einfaches, aber konsequentes Follow-up-System.
- Du baust dir wenige, aber starke Kern-Communities statt überall ein bisschen zu sein.
Wenn du das ernst nimmst, entstehen aus Events nicht nur nette Gespräche, sondern ein konstanter Strom an Chancen – Co-Founder, Kunden, Investoren, Talente.
Und genau hier setzt Vasper an: Die Plattform hilft dir, gezielt mit Gründern zusammenzukommen, die deine Vision teilen und deine Skills ergänzen – ohne dass du auf jedem Event hoffen musst, zufällig die richtige Person zu erwischen.
Bereit, deinen Co-Founder zu finden?
Vasper bringt dich mit Gründern zusammen, die deine Vision teilen und deine Skills ergänzen.
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